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<title>Julius Pintsch</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Julius Pintsch</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Julius Carl Friedrich Pintsch</b> (* <a href="6._Januar" title="6. Januar">6. Januar</a> <a href="1815" title="1815">1815</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>; † <a href="20._Januar" title="20. Januar">20. Januar</a> <a href="1884" title="1884">1884</a> in <a href="F%C3%BCrstenwalde/Spree" title="Fürstenwalde/Spree">Fürstenwalde</a>) war ein deutscher <a href="Klempner" title="Klempner">Klempnermeister</a> und <a href="Unternehmer" title="Unternehmer">Unternehmer</a>. Nach ihm sind das <i>Pintsch-Gas-System</i> und die <i>Pintsch-Boje</i> benannt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausbildung_und_Selbstständigkeit"><span id="Ausbildung_und_Selbstst.C3.A4ndigkeit"></span>Ausbildung und Selbstständigkeit</h2></div>
<p>Julius Pintsch absolvierte bis 1833 eine Klempnerlehre. Als <a href="Geselle" title="Geselle">Geselle</a> ging er nach altem <a href="Brauch" title="Brauch">Brauch</a> auf die <a href="Wanderjahre" title="Wanderjahre">Wanderschaft</a> und war drei Jahre in <a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a> tätig. Wieder zu Hause in Berlin, arbeitete Pintsch fünf Jahre lang bei der Firma <i>Koeppen & Wenke</i>, einer Lampen- und Lackierwarenfabrik. Er legte in dieser Zeit die <a href="Meister" title="Meister">Meister</a>prüfung bei der Berliner Klempner-Innung ab und gründete am 26. April <a href="1843" title="1843">1843</a> am <a href="Stralauer_Platz" title="Stralauer Platz">Stralauer Platz</a> 4 in Berlin-Friedrichshain in einem Kellerraum seine eigene kleine Werkstatt.
</p><p>Die <a href="Magistrat_von_Berlin" title="Magistrat von Berlin">Stadt Berlin</a> hatte sich zu der Zeit entschlossen, eine eigene Gasversorgung speziell für die Straßenbeleuchtung aufzubauen, und errichtete dafür eine weitere <a href="Gaswerk" title="Gaswerk">Gasanstalt</a> am Stralauer Platz, also ganz in der Nähe der Werkstatt von Julius Pintsch. In der Folge erhielt er von den Berliner Gaswerken (<a href="GASAG" title="GASAG">GASAG</a>) Reparaturaufträge und kam auf diese Weise frühzeitig mit der Gastechnik in Berührung. Viele der bis dahin teuer aus England eingeführten Gerätschaften waren reparaturanfällig, sodass für Julius Pintsch der Gedanke nahe lag, bessere Armaturen und Apparate zu produzieren. Im Jahr 1847 stellte er einen sorgfältig gebauten <a href="Gasmesser" class="mw-redirect" title="Gasmesser">Gasmesser</a> eigener Konstruktion vor.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aufstieg_zum_Industriellen">Aufstieg zum Industriellen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Von_der_Mitte_des_19._Jahrhunderts_bis_zum_Tod_des_Firmengründers"><span id="Von_der_Mitte_des_19._Jahrhunderts_bis_zum_Tod_des_Firmengr.C3.BCnders"></span>Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Tod des Firmengründers</h3></div>
<p>Im Jahr 1848 erwarb Julius Pintsch das Haus Stralauer Platz 6/7 und ließ eine Fabrik errichten, in welcher die neuen <a href="Gasmesser" class="mw-redirect" title="Gasmesser">Messgeräte</a> serienmäßig produziert werden konnten. Jedoch dauerte es noch mehrere Jahre, bis ihm der Berliner <a href="Magistrat_(Deutschland)" title="Magistrat (Deutschland)">Magistrat</a> 1851 einen Auftrag über 50 Gasmesser erteilte. Die überlegene Qualität dieser Geräte führte dann zu weiteren Bestellungen aus anderen Städten und sogar aus dem Ausland. Der Bedarf war immens, weil Gasmesser eine notwendige Voraussetzung für die Installation von <a href="Gasbeleuchtung" title="Gasbeleuchtung">Gasbeleuchtung</a> in Privathäusern waren.
</p><p>Die Auftragslage entwickelte sich in den folgenden Jahren derart positiv, dass Pintsch 1863 eine <a href="Fabrik" title="Fabrik">Fabrik</a> in der <a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Friedrichshain#Andreasstraße*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Friedrichshain">Andreasstraße</a> 73 eröffnen konnte.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er firmierte nun unter <i>Fabrikant für Gasmesser und Gasapparate</i>, außerdem hatte sich im gleichen Haus in der zweiten Etage sein Bruder Richard Pintsch als weiterer Produzent von Gasmessern eingerichtet.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und beschäftigte zunächst 60 Arbeiter.<sup id="cite_ref-Archiv_F'hain_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Archiv_F'hain-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit diesem Erweiterungsbau legte Julius Pintsch den Grundstein für den steilen Aufstieg des Unternehmens. Zur besseren Versorgung der Abnehmer in den deutschen Provinzen wurden in den Jahren 1866 in <a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a> und 1867 in <a href="Breslau" title="Breslau">Breslau</a> Filialen eingerichtet. Ab 1867/1868 produzierte Julius Pintsch sogar <a href="Seemine" title="Seemine">Unterwasser-Minen</a>. In der Andreasstraße 71–73 in Berlin entstand ein fünfgeschossiges Verwaltungs- und Produktionsgebäude.
</p><p>Die fortschreitende Verbreitung der Gasbeleuchtung ließ schon bald den Gedanken aufkommen, diese Beleuchtungsform als Ersatz für die bis dato vorhandenen Paraffin- oder Stearinkerzen sowie den Rüböllampen in Eisenbahnwagen zu verwenden. Nach vielen Versuchen gelang es der Fa. Julius Pintsch ein aus tierischen und pflanzlichen Fetten hergestelltes <a href="%C3%96lgas" title="Ölgas">Ölgas</a> herzustellen, welches ein geeignetes Leuchtmittel darstellte. Ohne Einbußen seiner Leuchtkraft konnte das Ölgas gepresst werden, um so eine ausreichende Versorgung auf Basis der verhältnismäßig kleinen Vorratsbehälter zu erhalten. Ein zusätzlicher Vorteil des Ölgases war, dass eine damit genährte Flamme nur die Hälfte des Gases wie eine Kohlengasflamme benötigte. Die ersten Versuche fanden Ende der 1860er Jahre statt. Auf Grund des <a href="Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg" title="Deutsch-Französischer Krieg">Krieges 1870/71</a> mussten sie aber unterbrochen werden. Nachdem die Gasbehälter, Rohrleitungen und insbesondere die Druckregler anders konstruiert worden waren, entsprachen sie den Anforderungen an den harten Einsatzalltag und wurden 1871 als erste in den Wagen der <a href="Niederschlesisch-M%C3%A4rkische_Eisenbahn" title="Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn">Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn</a> installiert. Die Produktion von Gasbeleuchtungen in Eisenbahnwaggons fand 1924 durch den <a href="Eisenbahnunfall_von_Bellinzona" title="Eisenbahnunfall von Bellinzona">Eisenbahnunfall von Bellinzona</a> ein jähes Ende. Hier verbrannten 15 Reisende in einem mit Pintsch-Produkten ausgerüsteten Zug. – Im Lauf der gesamten Produktentwicklungen entstanden einige wichtige <a href="Patent" title="Patent">Patente</a> in Bezug auf Gasbeleuchtung in Eisenbahnwagen.<sup id="cite_ref-Klempner_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Klempner-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch Dampfheizungsanlagen für Eisenbahnwaggons und – einzig in Europa – <a href="Gasgl%C3%BChlicht" class="mw-redirect" title="Gasglühlicht">Gasglühlichtbrenner</a> wurden produziert. Um die zunehmende Zahl von Großaufträgen bewältigen zu können, wurde in der Andreasstraße das Nachbargrundstück und die daneben liegenden Stadtbahnbögen mit einbezogen<sup id="cite_ref-Archiv_F'hain_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Archiv_F'hain-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und schließlich 1872 zunächst ein Zweigwerk in <a href="F%C3%BCrstenwalde/Spree" title="Fürstenwalde/Spree">Fürstenwalde</a> erbaut. Im Jahr 1890 wurde dieses Werk um die <i>Glühlampenfabrik Gebrüder Pintsch</i> erweitert; die 1936 ca. 12.000 Mitarbeiter hatte.
</p><p>Im Jahr 1884 eröffnete die Familie noch eine Filialfabrik in <a href="Frankfurt-Bockenheim" title="Frankfurt-Bockenheim">Frankfurt-Bockenheim</a>.
</p><p>Ein weiterer wichtiger Produktionszweig waren mit Gaslicht beleuchtete <a href="Schifffahrtszeichen" title="Schifffahrtszeichen">Bojen</a>. 1877 wurde die erste Pintsch-Leuchtboje in der <a href="Kronstadt_(Russland)" title="Kronstadt (Russland)">Kronstädter Bucht</a> ausgelegt. Im Jahr 1908 gab es 2396 sogenannte „Pintsch-Bojen“ an den Küsten und Wasserstraßen aller Weltmeere.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch der <a href="Suezkanal" title="Suezkanal">Suezkanal</a> wurde erstmals mit 105 Pintsch-Bojen gesichert, sodass die Durchfahrt auch nachts möglich war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Von_1884_bis_1945">Von 1884 bis 1945</h3></div>
<p>Julius Pintschs Söhne <a href="Richard_Pintsch" title="Richard Pintsch">Richard</a> (1840–1919), <a href="Oskar_Pintsch" title="Oskar Pintsch">Oskar</a> (1844–1912), <a href="Julius_Karl_Pintsch" title="Julius Karl Pintsch">Julius</a> (1847–1912) und Albert (1858–1920) führten den Familienbetrieb nach seinem Tode ab 1884 fort. Das Privatunternehmen überstand die Börsenkrise der Rezessionsjahre 1873 bis 1895 unbeschadet, und 1907 wurden die Firmen in Berlin, Fürstenwalde und Frankfurt in eine <a href="Aktiengesellschaft_(Deutschland)" title="Aktiengesellschaft (Deutschland)">Aktiengesellschaft</a>, die <a href="Julius_Pintsch_AG" title="Julius Pintsch AG">Julius Pintsch AG</a>, mit einem <a href="Stammkapital" title="Stammkapital">Stammkapital</a> von 18 Millionen <a href="Goldmark" class="mw-redirect" title="Goldmark">Mark</a> umgewandelt. Ein Pintsch-Werk in <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> produzierte <a href="Flugzeug" title="Flugzeug">Flugzeuge</a>. Die bekannteste Maschine war die <i>Julius Pintsch A.G. Wien SCHWALBE II</i>; sie flog in der Zwischenkriegszeit bei den österreichischen Luftstreitkräften mit dem Kennzeichen „OE-TAA“. Laut dem <a href="American_Jewish_Committee" title="American Jewish Committee">American Jewish Committee</a> beschäftigte das Unternehmen während des Nationalsozialismus <a href="NS-Zwangsarbeit" class="mw-redirect" title="NS-Zwangsarbeit">Zwangsarbeiter</a>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weiterführung_von_Teilen_des_Unternehmens"><span id="Weiterf.C3.BChrung_von_Teilen_des_Unternehmens"></span>Weiterführung von Teilen des Unternehmens</h3></div>
<p>Nach dem Ende des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> erfolgte eine Enteignung der Fa. Julius Pintsch in Fürstenwalde. Die Gebäude, z. T. <a href="Denkmalschutz" title="Denkmalschutz">denkmalgeschützt</a>, werden anderweitig genutzt. 1946 wurde die <i>Julius Pintsch West-KG</i> in Berlin gegründet.
Im 21. Jahrhundert gibt es die PINTSCH ABEN B.V. als Nachfolgeunternehmen, einer der führenden Hersteller von <a href="Weichenheizung" title="Weichenheizung">Weichenheizungen</a> und Sicherheits-Systemen im Bereich maritime Verkehrstechnik. 1994 wurde sie gegründet von der PINTSCH BAMAG Antriebs- und Verkehrstechnik GmbH, Dinslaken und der SINUS ABEN B.V., Zeist. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Maarssen, Niederlande, mit einer Niederlassung in Dinslaken.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beispiele_von_Erzeugnissen_der_Julius_Pintsch_Aktiengesellschaft">Beispiele von Erzeugnissen der Julius Pintsch Aktiengesellschaft</h3></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Original <a href="Gasmesser" class="mw-redirect" title="Gasmesser">Gasmesser</a> von 1899, Hersteller Julius Pintsch AG Berlin im Gas Museum von Warschau</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zeichnung des Eisenbahnwaggons von 1895 mit Gasbeleuchtung von Julius Pintsch</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zeichnung des Speisewaggons von 1895 mit Gasbeleuchtung von Julius Pintsch</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Leuchttonnenaufbau der Firma Julius Pintsch, Berlin-Fürstenwalde. Deutsches Technikmuseum Berlin</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Auf der Insel <a href="Leuchtfeuer_Greifswalder_Oie" class="mw-redirect" title="Leuchtfeuer Greifswalder Oie">Greifswalder Oie</a> steht der lichtstärkste <a href="Leuchtturm" title="Leuchtturm">Leuchtturm</a> von Mecklenburg-Vorpommern. Er erhielt 1911–1914 ein neues Laternenhaus von Pintsch.</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_der_Gebäude"><span id="Geschichte_der_Geb.C3.A4ude"></span>Geschichte der Gebäude</h2></div>
<p>Am Giebel des Verwaltungsgebäudes in der Andreasstraße ließ Pintsch zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einer geschwärzten <a href="Fassade" title="Fassade">Fassade</a> einen mehrere Quadratmeter großen weißen Schriftzug <i>Julius Pintsch Aktiengesellschaft</i> aufbringen, der von der nahe vorbeiführenden Eisenbahnstrecke gut erkennbar war. Diese Hauswerbung ist bis in die späten 2010er Jahre erhalten.<sup id="cite_ref-Klempner_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-Klempner-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem Ende des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> erfolgte eine Enteignung der Fa. Julius Pintsch und in die Gebäude zog ab 1950 der <i>VEB Fahrzeugausrüstung Berlin</i>. Nun entstanden in den Produktionshallen Ausrüstungen für Schienenfahrzeuge. Seit 1997 ist das <a href="Denkmalschutz" title="Denkmalschutz">denkmalgeschützte</a> Gebäude ungenutzt.
Im Jahr 2018 fand sich ein Käufer für die Immobilie, der sie zu einem Büro- und Geschäftshaus umbauen wird.<sup id="cite_ref-Klempner_5-2" class="reference"><a href="#cite_note-Klempner-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Julius_Pintsch_AG" title="Julius Pintsch AG">Julius Pintsch AG</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Familie">Familie</h2></div>
<p>Julius Pintschs zweiter Sohn Oskar und dessen Ehefrau <a href="Helene_Pintsch" title="Helene Pintsch">Helene Pintsch</a> (1857–1923) stifteten 1905 den <i>Krüppelkinder-Heil- und Fürsorge-Verein für Berlin-Brandenburg</i>, der 1914 in <a href="Berlin-Zehlendorf" title="Berlin-Zehlendorf">Berlin-Zehlendorf</a> das <i>Oskar-Helene-Heim für Heilung und Erziehung gebrechlicher Kinder</i> eröffnete. Bis zu dessen Zusammenlegung mit dem Behring-Krankenhaus hat es fast 100 Jahre als Krankenhaus gedient.
</p><p>Die Familie Pintsch hat auf dem <a href="Friedhof_I_der_Georgen-Parochialgemeinde" title="Friedhof I der Georgen-Parochialgemeinde">St.-Georgenfriedhof</a> an der <a href="Greifswalder_Stra%C3%9Fe" title="Greifswalder Straße">Greifswalder Straße</a> im Berliner Ortsteil <a href="Berlin-Prenzlauer_Berg" title="Berlin-Prenzlauer Berg">Prenzlauer Berg</a> einen imposanten <a href="Dorische_Ordnung" title="Dorische Ordnung">dorischen</a> Tempel als Grabmal errichten lassen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ehrungen">Ehrungen</h2></div>
<p>1878 wurde an Julius Pintsch der Ehrentitel eines Königlich-Preußischen <a href="Kommerzienrat" title="Kommerzienrat">Kommerzienrats</a> verliehen.
Darüber hinaus war Julius Pintsch Namensgeber für die <i>Pintschstraße</i><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in <a href="Berlin-Friedrichshain" title="Berlin-Friedrichshain">Berlin-Friedrichshain</a> sowie für den <i>Julius-Pintsch-Ring</i> und die <i>Pintsch-Brücke</i> in Fürstenwalde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Denkmal">Denkmal</h3></div>
<p>Im niederschlesischen <a href="%C5%9Awierad%C3%B3w-Zdr%C3%B3j" title="Świeradów-Zdrój">Bad Flinsberg im Isergebirge</a> errichteten Pintschs Freunde einen Findling mit dem Reliefbild des Unternehmers.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Klaus Kühnel: <i>Der Pionier des Lichts: vom Klempnergesellen zum Großindustriellen; die Lebensgeschichte des Carl Friedrich Julius Pintsch</i>. Trafo, Berlin 2015, ISBN 978-3-86465-069-7.</li>
<li>Paul Lindenberg: <i>Julius Pintsch: Blätter der Erinnerung.</i> 1914, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/361160801">361160801</a></span>.</li>
<li>Arno Boetticher: <i>Julius Pintsch (Berlin 1815–1884), seine berlinisch-lausitzischen Vorfahren und seine Abkömmlinge: Eine Familien- und Fabrikgeschichte.</i> 1908, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/572458819">572458819</a></span>. Digitalisiert durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2023: <a rel="nofollow" class="external free" href="https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15483616">https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15483616</a></li>
<li>Ingrid Bauert-Keetman: <i>Deutsche Industriepioniere</i>. Rainer Wunderlich Verlag Hermann Leins, Tübingen 1966, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/455665672">455665672</a></span>, S. 76.</li>
<li>Felix Escher: <cite style="font-style:italic">Pintsch, Karl Friedrich Julius</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>20</span>. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>459–460</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd139211497.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Julius+Pintsch&rft.atitle=Pintsch%2C+Karl+Friedrich+Julius&rft.au=Felix+Escher&rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&rft.date=2001&rft.genre=book&rft.isbn=3428002016&rft.pages=459-460&rft.place=Berlin&rft.pub=Duncker+%26+Humblot&rft.volume=20" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.fuewa-nord.de/historisches/julius-pintsch/">Julius Pintsch und Fürstenwalde</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.histaviation.com/pintsch_schwalbe.html">Foto eines Flugzeugs Typ Julius Pintsch A.G. Wien Schwalbe II</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.123people.at/ext/frm?ti=personensuche%20telefonbuch&search_term=julius%20pintsch&search_country=AT&st=suche%20nach%20personen&target_url=aHR0cDovL3d3dy5sdWlzZS1iZXJsaW4uZGUvbGV4aWtvbi9mcmtyL2ovanVsaXVzX3BpbnRzY2hfYWcuaHRt">Zur Baugeschichte des ehemaligen fünfgeschossige Verwaltungs- und Produktionsgebäudes der Julius Pintsch AG, Berlin-Friedrichshain, Andreasstraße 71-73</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kunst-und-kitsch.de/cpg1419/albums/userpics/10001/fhain040491.jpg">Foto des ehemaligen fünfgeschossige Verwaltungs- und Produktionsgebäudes der Julius Pintsch AG, Berlin, Andreasstraße 71-73</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kunst-und-kitsch.de/cpg1419/displayimage.php?album=10&pos=31">Ansicht Rückseite des ehemaligen fünfgeschossige Verwaltungs- und Produktionsgebäudes der Julius Pintsch AG, Berlin, Andreasstraße 71-73</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen3/firmadet33422.shtml"><i>Julius Pintsch Kommanditgesellschaft.</i></a> auf: <i>albert-gieseler.de</i></li>
<li>Kathrin Chod: <cite style="font-style:italic">Pintsch, Julius Carl F.</cite> In: <a href="Hans-J%C3%BCrgen_Mende_(Historiker)" title="Hans-Jürgen Mende (Historiker)">Hans-Jürgen Mende</a>, Kurt Wernicke (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Berliner Bezirkslexikon, Friedrichshain-Kreuzberg</cite>. <a href="Luisenst%C3%A4dtischer_Bildungsverein" title="Luisenstädtischer Bildungsverein">Luisenstädtischer Bildungsverein</a>. Haude und Spener / Edition Luisenstadt, Berlin 2002, ISBN 3-89542-122-7 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://luise-berlin.de/lexikon/frkr/n/ntsch_Julius_Carl_F.htm">luise-berlin.de</a> – Stand 7. Oktober 2009).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Julius+Pintsch&rft.atitle=Pintsch%2C+Julius+Carl+F.&rft.au=Kathrin+Chod&rft.btitle=Berliner+Bezirkslexikon%2C+Friedrichshain-Kreuzberg&rft.date=2002&rft.genre=book&rft.isbn=3895421227&rft.place=Berlin&rft.pub=Haude+und+Spener+%2F+Edition+Luisenstadt" style="display:none"> </span></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.flanieren-in-berlin.de/bezirke/friedrichshainkreuzberg/die-welt-des-julius-pintsch.html">Zur Person Julius Pintsch und seinem Werk</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap"><ol class="references">
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.zlb.de/viewer/image/34111732_1867/470/"><span style="font-style:italic;">Pintsch, C.F.J., Klempner und Gasmesser-Fabrikant</span>.</a> In: <i>Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin</i>, 1867, S. 466.</span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.zlb.de/viewer/image/34111732_1872/601/"><span style="font-style:italic;">Pintsch, C. F. J. = Fabrikant für Gasmesser und Gasapparate; Pintsch, Richard = Gasmesser-Fabrikant</span>.</a> In: <i>Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin</i>, 1872, I, S. 582.</span>
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<li id="cite_note-Archiv_F'hain-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Archiv_F'hain_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Archiv_F'hain_4-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Ralf Schmiedecke: <i>Berlin-Friedrichshain. Die Reihe Archivbilder</i>. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 3-86680-038-X, S. 60.</span>
</li>
<li id="cite_note-Klempner-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Klempner_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Klempner_5-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Klempner_5-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Jochen Knoblach: <i>Der Klempner vom Stralauer Platz</i>. In: <i><a href="Berliner_Zeitung" title="Berliner Zeitung">Berliner Zeitung</a></i> (Printausgabe), 10. August 2018, S. 6.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20141202125031/http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1004842"><i>Seezeichen der Firma Julius Pintsch aus Fürstenwalde.</i></a> In: <i><a href="M%C3%A4rkische_Oderzeitung" title="Märkische Oderzeitung">Märkische Oderzeitung</a>.</i> 14. Januar 2012, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.moz.de%2Fartikel-ansicht%2Fdg%2F0%2F1%2F1004842">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">2. Dezember 2014</span><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 21. August 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AJulius+Pintsch&rft.title=Seezeichen+der+Firma+Julius+Pintsch+aus+F%C3%BCrstenwalde&rft.description=Seezeichen+der+Firma+Julius+Pintsch+aus+F%C3%BCrstenwalde&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20141202125031%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.moz.de%2Fartikel-ansicht%2Fdg%2F0%2F1%2F1004842&rft.date=2012-01-14&rft.source=http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1004842"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tagesspiegel.de/politik/auszuege-der-ajc-liste-der-firmen-die-zwangsarbeiter-beschaeftigt-haben-sollen-dokumentation/119288.html"><i>Auszüge der AJC-Liste der Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt haben sollen.</i></a> In: <i>tagesspiegel.de.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 23. September 2020</span> (Dokumentation).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AJulius+Pintsch&rft.title=Ausz%C3%BCge+der+AJC-Liste+der+Firmen%2C+die+Zwangsarbeiter+besch%C3%A4ftigt+haben+sollen&rft.description=Ausz%C3%BCge+der+AJC-Liste+der+Firmen%2C+die+Zwangsarbeiter+besch%C3%A4ftigt+haben+sollen&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fpolitik%2Fauszuege-der-ajc-liste-der-firmen-die-zwangsarbeiter-beschaeftigt-haben-sollen-dokumentation%2F119288.html&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://berlin.kauperts.de/Strassen/Pintschstrasse-10249-Berlin#Geschichte">Pintschstraße.</a> In: <i>Straßennamenlexikon des <a href="Luisenst%C3%A4dtischer_Bildungsverein" title="Luisenstädtischer Bildungsverein">Luisenstädtischen Bildungsvereins</a></i> (beim <a href="Kaupert_(Verlag)#Straßenführer" title="Kaupert (Verlag)">Kaupert</a>)</span>
</li>
</ol></div>
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Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/139211497">139211497</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n85043632">n85043632</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/45723739/">45723739</a></span> | </div>
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